wilde geschichten

Tierische Bewohner und langjährige Besucher – das Wisentgehege Springe ist ein Ort der unvergesslichen Erlebnisse und „wilden Geschichten“. Kommt mit uns auf eine Reise durch emotionale und amüsante Abenteuer. Viel Spaß beim Lesen.

Tierische Treue über 3 Generationen!

 

 

 

 

 

 

Ein Leben ohne das Wisentgehege? Unvorstellbar! Seit 3 Generationen ist Familie Hennig fester Bestandteil in Springe und das soll auch so bleiben. 

 

Nachwuchs zum Geburtstag!

 

 

 

Ein schöneres Geschenk hätten wir uns nicht vorstellen können. Willkommen Malo!

 

Liebe unter Nachbarn

 

 

 

„Nanu, wer ist denn die Neue in meiner Nachbarschaft?“ , denkt sich Sascha als er einen Blick auf die andere Seite des Baches wirft. Die Neue, die dem schüchternen Otter sofort aufgefallen war, heißt Verena. Tag für Tag beobachtet er sie nun schon durch den Zaun. „Hoffentlich wird der bald geöffnet und ich kann zu ihr rüberschwimmen“ , sag er sich. 

Dann ist der große Tag gekommen. Etwas zurückhaltend, aber entschlossen springt er ins Wasser. „Huch, wer kommt da denn auf mich zu?, denkt Verena. Sascha nimmt allen Mut zusammen: „Hallo, ähm, ich bin Sascha. Hast du Lust auf einen Fisch-Snack?“  Verena ist begeistert. Gesagt, getan. Seitdem sind die beiden Otter unzertrennlich. Fischen, fressen und faulenzen miteinander. Welch ein Otterleben!


Der Rentierflüsterer aus Springe

 

 

 

 

„Rentiere sind faszinierend“, sagt Axel Winter. Seit gut 3 Jahren kümmert er sich in Springe um die treuen Gefährten des Weihnachtsmanns und bringt viel Erfahrung mit.

 

Ohne Rentiermoos nix los

 

 

 

Einen feuchten Start im Wisentgehege hatte unser Rentier Wotan. Er erinnert sich noch gut: Mein erster Gedanke, als ich aus dem Anhänger stieg, war: ,Man ist das nass hier!' Alles war überflutet und von oben wurden wir schon bei den ersten Schritten durchnässt. Wir konnten ja nicht ahnen, dass das Wisentgehege nur in dieser Woche unter Wasser stand. Mein Name ist Wotan und seit Ende Juli 2017 bewohne ich mit einigen anderen Rentieren die Rentieranlage und das Rentier-Camp. Um uns kümmert sich ein Mann, den die Menschen immer Axel nennen. Er bringt uns immer an Wochenenden zu den anderen Menschen in das Rentier-Camp. Das ist mein Highlight, weil es dort mein Lieblingsessen, das sogenannte Rentiermoos, zu fressen gibt. Außerdem bestaunen dort nahezu alle Besucher mein majestätisches Geweih."

 


Ein Bartkauz will hoch hinaus

 

 

 

Der frühe Vogel lernt das Fliegen. Unser Bartkauz Simpson erzählt euch von seinen ersten Flugstunden: „Manche Menschen sagen nur ,große graue Eule' zu mir, erzählt mein Lieblingsfalkner immer. Das finde ich nicht angemessen. Ich bin mehr als nur eine große graue Eule. Mein Name ist Simpson und ich bin ein Bartkauz. Ich bin sogar der erste Bartkauz, der im Falkenhof im Wisentgehege geschlüpft ist. Seitdem ich mich 2014 aus dem Ei gepickt habe, gehöre ich fest zum Flugpersonal im Falkenhof. Ich weiß noch genau, wie viele Besucher an dem Tag in der Flugvorführung waren, als ich das erste Mal vor Publikum geflogen bin. Ein bisschen aufregend war das ja schon, gerade vor den Augen der Stammbesucher und Fotografen, auch wenn meine Falkner das schon lange mit mir geübt hatten."

 


Liebe zwischen Federn und Falken!

 

 

 

„Wer fliegt hier auf wen?“ hat sich wohl unser Falkner Rouven gedacht, als ihm damals Praktikantin Vanessa-Sophie zur Seite gestellt wurde. Über die Liebe zum Beruf sind die beiden auch privat zusammen glücklich geworden.

 

Bärenstarke Schleckermäuler

 

 

 

Unser Bär Siggi weiß, wie man das Bärenleben bei uns so richtig genießen kann. Das denkt er zumindest: „Bloß nicht bewegen, es ist gerade so bequem und kein Besucher hat mich erkannt. Alle glauben ich wäre ein Baumstamm, dabei schauen sie mir genau auf den Pelz. Der Trick funktioniert auch nach 20 Jahren immer noch hervorragend. So lange sind nämlich meine Bärin Karla und ich schon hier im Wisentgehege. Mein Name ist Siegfried, aber alle nennen mich Siggi. Das Leben als Bär im Wisentgehege ist schon schön. Vor allem gibt es viel von meinen Lieblings-Süßigkeiten. Marmelade, Sirup und Honig essen Karla und ich für unser Leben gerne, das wissen auch die Pfleger und kochen nur für uns jedes Jahr viele Gläser Marmelade ein. Am liebsten ist mir dabei die Pflaumenmarmelade." Kein Problem, das nächste Glas ist schon auf dem Weg zu euch.

 


Futter abluchsen will gelernt sein 

 

Über unseren exklusiven Futter-Lieferservice freut sich Luchs Leni immer wieder aufs Neue. Wenn sie nur besser hören könnte: „,Leeeeeeeeeeeeni, Fuuuuuuuutter!' 
Was ist los? Wer will was von mir? Wo bist du denn? Gibt es Futter? 
Da bist du ja und Wilhelm ist auch schon da. Das ist nicht immer so einfach, wenn man alt wird und nicht mehr so gut hören und sehen kann wie früher. Gerade für mich als Luchs wird es so immer schwieriger, mich zu orientieren. Zum Glück geht es mir sonst sehr gut und meine Pfleger geben schon seit 22 Jahren gut auf mich Acht. Das Wisentgehege und auch manche Tierpfleger kenne ich schon seit meiner Geburt. Die passen auch immer auf, dass noch was vom Futter für mich übrig bleibt. Ich esse nämlich gerne Rindfleisch-Stückchen und tote Hühner, die die Tierpfleger bis zu meinem Gehege bringen." 

 


Diese Tierliebe geht unter die Haut

  

„Als ich Ernie vor über einem Jahr kennengelernt habe, war der kleine Waschbär mir gegenüber sofort aufgeschlossen und neugierig. Da habe ich mich direkt in ihn verliebt. Ich heiße Stevie und ich bin nun seit ungefähr einem Jahr die Waschbär-Patin von Ernie. Zusammen mit seinem Bruder Bert wurde er 2009 als Findelkind per Hand aufgezogen.

 

Im Laufe der vergangenen Monate habe ich Ernie und Bert im Rahmen des Angebots „Fütterung beim Lieblingstier“ nun schon einige Male besucht, trotz längerer Anfahrt. Wann immer sich die Gelegenheit bietet, stehe ich mit meinen Freunden und meiner Familie am Gehege der maskierten Bande. Für Ernie ist mir kein Weg zu weit. Damit ich ihn auch sonst immer bei mir habe, habe ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen und Ernie in Form eines Tattoos auf meinem Oberarm verewigt. Bei meinem letzten Besuch war die Überraschung beim zwei- und vierbeinigen Team deshalb groß. Ein Andenken für die Ewigkeit."

 

Wir finden: Waschbärenstarkes Tattoo, Stevie! :-)


Kleiner Wisent auf großer Tour

 

 

Unser Sporty zog hinaus in die große, wilde Welt und hat dabei viel erlebt: ,Auf Wisentsehen!' hieß es für mich vor ein paar Monaten, dann ging es auf große Reise. Ich bin der Wisentbulle Sporty und meine jungen Jahre hab ich wohlbehütet in Springe verbracht, da wo ich 2016 auch geboren wurde. Mein neues Zuhause sind jetzt die westlichen Südkarpaten Rumäniens. Damit mir der Abschied von Springe nicht so schwer fiel, kamen meine Wisent-Freundinnen Flavia und Flya gleich mit. 

 

Es war eine abenteuerliche Reise. Per Sattelzug ging die wilde Fahrt los. In meiner menschenleeren neuen Heimat gibt es ja keine Straßen, das hat ganz schön geruckelt. Jetzt sind wir alle da, insgesamt 14 Wisente, und uns gefällt es tierisch gut – leckere Laubwälder wohin das Wisentauge blickt. Weite Wiesen und Nahrung im Überfluss – hier kann man es aushalten. Und wilde Mitbewohner wie Luchs, Wolf oder Bär kennen wir ja schon aus dem Wisentgehege."

 


Treues Besucherpärchen

 

 

 

Wir freuen uns über jeden Besucher bei uns im Wisentgehege und besonders über Gäste, die uns über Jahre hinweg treu geblieben sind. Dieser Brief eines Pärchens, das uns seit über 50 Jahren besucht, hat uns erreicht und natürlich tierisch gefreut: